Florian Frohnwieser, ZDL von Sept. 2009 bis Mai 2010

Sehr geehrtes Mitglied des BN, sehr geehrte/r Leser/in,

seit dem 1. September 2009 bin ich nun schon Zivildienstleistender beim Bund Naturschutz, Kreisgruppe Miesbach. Nun möchte ich mich auf diesem Weg gerne vorstellen.

Wohnhaft bin ich in Fischbachau, wo ich von jung auf eine Verbindung zur Natur aufbauen konnte. Nachdem ich die Grundschule in Elbach abgeschlossen hatte, wechselte ich auf das Gymnasium in Miesbach, dort vollendete ich allerdings nur die mittlere Reife, um danach auf der Fachoberschule in Rosenheim die Fachhochschulreife in der Fachrichtung Technik zu erlangen.

Ich war mir bereits vor der Musterung im Klaren darüber, dass ich den Wehrdienst verweigern würde, und so konnte ich dies gleich vor Ort durchführen. Nachdem meine Begründung sowie mein Antrag genehmigt wurden, ging alles recht schnell und ich konnte mir eine Stelle suchen. Bei der Wahl der Zivildienststelle entschied ich mich recht schnell für etwas im Bereich Natur- und Umweltschutz. Die Stelle des ZDL beim BN Miesbach war noch nicht besetzt und ich war glücklich dort angenommen zu werden.

Der Aufgabenbereich beim BN ist sehr umfassend und interessant und erstreckt sich von anstrengenden, aber äußerst befriedigenden Ausseneinsätzen über die Betreuung von Informationsständen des BN bis hin zur Büroarbeit. Bei der Arbeit im Aussenbereich, welche meist in Kooperation mit den Zivildienstleistenden des Landratsamts Miesbach statt fand, konnte ich noch viel über den Umgang mit Maschinen, die richtige Pflege von Streuwiesen und Bäumen sowie über die Kartierung seltener Pflanzen lernen. Aber auch die Arbeit im Büro gestaltet sich durchaus abwechslungsreich. Die Organisation von Aktionen wie der Haus- und Straßensammlung oder der Amphibiensammlung gewähren mir einen Einblick in die Arbeit mit freiwilligen Helfern sowie im Umgang mit den üblichen Arbeitsweisen im Büro.

Von meiner Dienstzeit beim BN werde ich somit sicher einige Erfahrungen mitnehmen, die mir hoffentlich auch in meinem weiteren Leben noch helfen werden.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich jedem nur empfehlen kann, sich im Naturschutz zu engagieren, denn der Erhalt der Natur und insbesondere unseres Oberlandes für unsere Nachwelt sollte das Anliegen eines jeden einzelnen sein.

Florian Frohnwieser

Zivildienstleistende bei der Kreisgruppe Miesbach

Seit vielen Jahren leistet sich die Kreisgruppe Miesbach einen oder zwei Zivildienstleistende pro Jahr.
Nachfolgend ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Zivildienstleistenden.

Florian Baumeister, ZDL von Okt. 2008 bis Juni 2009

Sehr geehrtes Mitglied des BN, sehr geehrte/r Leser/in,

seit 1. Oktober 2008 bin ich nun in der Kreisgruppe Miesbach als Zivildienstleistender tätig. Wie meine Vorgänger möchte ich mich auf diesem Weg kurz vorstellen.

Wohnhaft bin ich im Nachbarlandkreis in Feldkirchen-Westerham. Meine Eltern betreiben dort eine Gärtnerei. In Feldkirchen ging ich auch die ersten Jahre zur Schule, bevor ich in Bad Aibling an der Wirtschaftsschule die Mittlere Reife absolvierte. Im Anschluss besuchte ich die Fachoberschule in Rosenheim, wo ich die Fachhochschulreife erlangte. Dies ermöglichte mir, meine darauffolgende Lehrzeit als Gärtner auf zwei Jahre zu verkürzen. Nach dem Zivildienst habe ich vor ein Gartenbau-Studium in Weihenstephan aufzunehmen.

Nach der Musterung war mir schnell klar, dass ich den Dienst an der Waffe verweigern werde um statt dessen meine Arbeit im sozialen Bereich abzuleisten. Zuerst hatte ich erwogen, mich in einem Altenheim zu bewerben, doch dann erhielt ich den Tip, mich im Naturschutzbereich zu erkundigen. Leider war es da schon ziemlich spät und sowohl im Landratsamt Rosenheim als auch in Miesbach waren alle Stellen bereits vergeben. Doch zum Glück hatte der BN in Miesbach noch keinen „Zivi“.

Hauptgrund für meine Entscheidung im Naturschutz zu arbeiten war für mich als gelernter Zierpflanzen-Gärtner anfänglich natürlich die praktischen Arbeiten draußen in der Natur und die Möglichkeit ein paar Erfahrungen in anderen  gärtnerischen Tätigkeiten zu sammeln. Diese Erwartungen haben sich bis jetzt auch voll erfüllt. Streuwiesenmahd, Entbuschungsaktionen sowie im Besonderen der Kettensägenkurs, das Anpflanzen von Hagen und das Erlernen von Baumschneidetechniken weckten mein Interesse.

Da ich dem Naturschutz grundsätzlich sehr positiv gegenüberstehe, bot sich mir hiermit auch die Chance mich einmal aktiv für ihn einzusetzen und einen Einblick in die Arbeit des BN zu erlangen. In den zahlreichen Außeneinsätzen, die ich meist zusammen mit den „Zivis“ vom Landratsamt durchführe, bin ich im ganzen Landkreis unterwegs. Es ist immer wieder interessant, wo überall Naturschutzflächen (Streuwiesen, Hage, Alleen,...) liegen, die mir vorher nicht bekannt waren oder nicht aufgefallen sind. Außerdem habe ich bisher schon einiges an Hintergrundwissen zu den durchgeführten Aktionen erfahren, was mir hilft den regionalen Naturschutz in einem etwas anderen Licht zu sehen. Und obwohl ich ja aus dem Rosenheimer Landkreis komme, fühle ich mich jetzt auch in der Miesbacher Natur wie zu Hause.

Florian Baumeister

Fabian Ekstedt, ZDL von Okt. 2007 bis Juli 2008

Abenteuer Naturschutz

Seit dem 16. Oktober 2007 bin ich nun schon Zivildienstleistender beim Bund Naturschutz, Kreisgruppe Miesbach. Die Wehrdienstverweigerung stand für mich schon lange fest, jedoch wurde meine Begründung zwei Mal als allgemeines Entwaffnungsdogma gewertet und erst den dritten Versuch ließ das zuständige Amt als persönlichen Grund gelten. Dies ist der Grund warum ich erst so spät anfangen konnte und dadurch die Hauptzeit der Sommerarbeit verpasst habe.

Was auf keinen Fall bedeuten soll, dass es etwa langweilig wird. Biberbissspurensuche, Bitopkartierung im Krottenthal zum Schutz des kriechenden Selleries, Motorsägenkurs, Zusammenarbeit mit den Landratsamt-Zivis bei Streuwiesenmahd und Alleenpflege, und diverse Büroaktivitäten haben mich in Beschlag genommen.

Muskelkater und Blasen waren das Ergebnis meines ersten Außeneinsatzes mit dem Landratsamt und sind mir noch einige Male begegnet. Genickstarre und Alpträume waren das negative Ergebnis der Biotopkartierung, da der kriechende Sellerie ca. 5cm groß wird und auf feuchtem Boden „kriecht“. Das Bild dieser schützenswerten ...Pflanze hatte sich am Abend fest hinter mein Auge gebrannt und verfolgte mich in meinen Träumen.

Aber diese Erlebnisse können das Schöne an meinen Aufgaben nicht mindern. Frische Luft, wunderschöne Landschaften, einen Sinn in der eigenen Arbeit sehen und am Abend hungrig, müde und (meist) zufrieden heimzukehren ist mehr, als ich mir von meinem Zivildienst erwarten konnte.

Da ich mich selbst auch in sozialer Arbeit engagiere, ist es für mich ebenfalls sehr interessant die Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Projekten zu beobachten und selber zu unterstützen. Mit der Arbeitsgruppe "Blick in die_Zukunft" (www.blickindie-zukunft.de) will ich mit Freunden konstruktive Kritik üben und informieren. Dabei helfen mir schon jetzt die Erfahrungen von Mitgliedern und langjährigen Unterstützern des BN. All das natürlich außerdienstlich.

Nach Ende meines Dienstes werde ich voraussichtlich an einer Fachhochschule studieren, wahrscheinlich Soziale Arbeit. Meine Erfahrung, die ich bisher mitgenommen habe, ist, dass es zum Glück noch Menschen gibt, die die Dinge selbst in die Hand nehmen und zumindest den Versuch wagen sich gegen Umweltzerstöhrung und Rücksichtslosigkeit stemmen. All das bestärkt mich und gibt mir Hoffnung das wir selbst um 5 vor 12 noch eine Chance haben die Welt zu retten, bzw. unser Oberland zu erhalten.

Daumen hoch auf ein Jahr 2008 im Sinne der Natur und Allgemeinheit,

Fabian Ekstedt

Markus Stefan, ZDL von Sept. 2006 bis Mai 2007

Als Zivildienstleistender beim Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Miesbach möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich den Mitgliedern kurz vorstellen.

Im Frühjahr 2006 legte ich am Gymnasium Miesbach erfolgreich die Abiturprüfungen ab und erreichte somit die allgemeine Hochschulreife. Meine Leistungskurse waren Kunst und Mathematik, die dritte schriftliche Prüfung erfolgte im Fach Englisch sowie das Colloquium in Ethik. Aus letzterem ist bereits ersichtlich, dass ich mich sehr für moralische Werte und Verantwortung interessiere, weshalb es für mich außer Frage stand, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern und meinen sog. Wehrdienst auf der Ebene des Zivildienstes abzuleisten.

Die Wahl meiner Dienststelle erfolgte in erster Linie aus dem Grund, dass ich bereits seit geraumer Zeit verschiedene Entwicklungen bezüglich der globalen Umweltpolitik (Stichwort Klimawandel, Abholzung der Regenwälder etc.) mit kritischen Augen verfolge und ich den Zivildienst als Möglichkeit sah, zumindest in diesem Rahmen meinen Teil zur Erhaltung der Natur beizutragen. Die für mich vorteilhafte Lage des BN-Büros in Miesbach spielte dabei eine unterstützende, wenn auch nicht vorrangige Rolle, ebenso wie die Möglichkeit, den Umgang mit verschiedensten Geräten in der Praxis zu erlernen, wie z.B. bei
- Mähaktionen mit Freischneider und Balkenmäher zur Arterhaltung,
- Beschnittmaßnahmen von Jungbäumen mit speziellen Teleskopsägen oder
- der Teilnahme an einem Motorsägekurs.

Ebenso erhalte ich durch meine Arbeit in der BN-Geschäftsstelle in Miesbach Einblick in die alltägliche Büro- und Archivierungsarbeit.

Mein bisheriges Resümee zur „Halbzeit“ meiner Dienstzeit fällt insgesamt sehr positiv aus und ich hoffe, den BN weiterhin tatkräftig unterstützen zu können, wie bei der Organisation der Haus- und Straßensammlung oder der mehrwöchigen Sammelaktion während der Amphibienwanderung im Frühjahr, die voraussichtlich den Schwerpunkt im Außendienst bis zum Ende meines Zivildienstes bilden wird.

Wenn mich jemand fragen würde, was ich aus der Zeit beim BN ins spätere Leben mitnehme, würde ich folgendes antworten: Zahlreiche praktische Fähigkeiten sowie die Erkenntnis, dass die Erhaltung der Natur ein Thema ist, das uns alle angeht und nicht nur die Arbeit des Bund Naturschutz (und anderer Umweltorganisationen), sondern die Mithilfe jedes einzelnen erfordert!

Markus Stefan

Frühere Zivildienstleistende

Die Angaben über frühere Zivildienstleistende werden noch ergänzt.