Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher?

Großes Interesse der Schülerinnen und Schüler der Grund- und Hauptschule Miesbach beim Naturkundeunterricht im Miesbacher Stadtwald.
Pflanzen und Tiere unserer Gewässer ergründet.


Miesbach:
Glück hatten die Sechstklässler der Grund- und Hauptschule Miesbach am vergangenen Dienstag, denn für ein paar Stunden hielt Petrus die Pforten des Himmels geschlossen.
Freilandunterricht im Miesbacher Stadtwald stand an diesem Tag auf dem Programm. Ja, bei dem verregneten Sommer war es gar nicht so einfach, einige trockene Stunden in der Natur zu ergattern.
Thema der naturkundlichen Wanderung war an diesem Vormittag das „Wasser“.
Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Dies sollten heute die Mädchen und Buben erfahren, und der biotopreiche Märchenwald  mit seinem vielfältigen Pflanzen und Tieren bot dazu ideale Voraussetzungen.
Frau Gabriele Stadler, Frau Dittmayer und Peter Eisenberg, das Lehrerteam von der Grund- und Hauptschule Miesbach, hatten bereits im Biologieunterricht ausführlich über das Thema „Wasser“ berichtet.
Nun zog es die Mädchen und Buben mit Bestimmungsbüchern, Lupen, Pinseln, Plastikbechern und jugendlicher Begeisterung hinaus in die Natur. Sie wollten vor Ort sehen und erleben, was sich im und am Wasser tut. Mit dabei von der Partie waren Evi Burger, die Jugendreferentin der Kreisgruppe Miesbach des Bundes Naturschutz und Volker Herden, der Naturschutzbeauftragte des Landkreises Miesbach.
Evi Burger ergründete mit der jugendlichen Schar die Tierwelt der Still- und Fließgewässer. Was es da nicht alles im und am Gewässer zu sehen gab. Braungefärbte Grasfrösche mit jungen Hüpferlingen, Karpfen und Goldfische, Wasserschnecken, Gelbrandkäfer, Wasserläufer, Groß- und Kleinlibellen mit ihren Facettenaugen, Wasservögel, Schmetterlinge und zahlreiche Kleininsekten. Die lebendige Vielfalt der Tierwelt wurde von der interessierten Kinderschar bestaunt und bewundert.
Volker Herden vom Landratsamt Miesbach informierte die Mädchen und Buben über die Bäume und Sträucher des Feuchtwaldes sowie die Pflanzen der Ried- und Röhrichtzonen. Viele der bekannten Auwaldgehölze wie Erlen Weiden , Eschen und Ahornbäume, die Gewächse der Ried- und Röhrichtzonen, Mädesüß- Hochstaudenfluren und der Wildkräuter am Wegesrand wurden untersucht und bestimmt.
Lehrer Peter Eisenberg widmete sich schließlich den physikalischen und chemischen Eigenschaften  der Fließgewässer. Der PH-Wert des Wassers wurde bestimmt, die Fließgeschwindigkeit ermittelt etc. und besonders die ökologische Bedeutung und Funktion der Teiche, Tümpel und Bäche für unsere vielfältige Natur hervorgehoben.
Ja, der Schulunterricht im Miesbacher Stadtwald faszinierte die Mädchen und Buben außerordentlich und das Ziel der Veranstaltung, die Natur nicht nur kennen, sondern auch schätzen zu lernen, wurde an diesem Tag sicherlich erreicht.