Hummelarten in Holzkirchen

Auf dieser Seite möchten wir die häufigsten Hummelarten in und um Holzkirchen zeigen. Die Liste ist ein Anfang, und wird nach und nach ergänzt.

Bombus spec. - Erdhummelkomplex

Bombus hypnorum

Bombus pratorum - Wiesenhummel

Bombus lapidaius - Steinhummel

Bombus pascuorum - Ackerhummel

Hummeln - eine Liebeserklärung

Bei Pflanzen und Tieren gibt es Phänomene, die der Mensch als Anregung für viele erstaunlichen Erfindungen genommen hat. Einige der bekanntesten Beispiele sind der Raketenantrieb, den wir Menschen den Tintenfischen abgeschaut haben oder der Klettverschluß, dessen biologisches Vorbild die Samenkugel einer Klette ist. Sind damit alle Rätsel gelöst? Nun, da wären etwa die Grashalme als überaus erstaunlichen Bauwerke der Natur. Könnten wir Menschen genauso bauen, dann wären unsere Fernsehtürme nicht hundert sondern tausend Meter hoch!

Oder nehmen wir die uns allen bekannte Hummel. Ihr wird nachgesagt, dass sie laut Berechnung von Mathematikern eigentlich nicht fliegen kann. Ein Glück für die Hummel - sie weiß nichts davon! Ansonsten könnten wir diese wundervollen Insekten nicht beim Fliegen beobachten. Scheinbar unermüdlich und äußerst geschickt fliegen sie von Blüte zu Blüte. Unterhaltsam und empfehlenswert ist das Zusammentreffen einer Hummel mit den Blüten des Fingerhuts. Durch so genanntes Vibrationssammeln pudern sich die Hummeln mit besonders viel Pollen ein, welcher dann anschließend in Körbchen an den Hinterbeinen gebürstet wird.
Wenn eine Blüte nicht gerade für eine Hummel gebaut ist beißt sie sich von außen an passender Stelle ein kleines Loch und saugt von dort den Blütensaft.

Wir sollten uns nicht durch die schiere Größe vom Beobachten des munteren Treibens abschrecken lassen; zu Recht ist der Ruf der Hummel viel besser als etwa der von Wespen und Hornissen. Hummeln sind sehr friedliebend und "stechfaul", Hummelstiche sind selten. Übrigens hat die Hummel ihren Namen dem deutlich vernehmbaren Brummen zu verdanken; der althochdeutsche Name wurde aus dem tonmalenden "summen" herausgebildet.

Hier noch mehr zum Staunen aus dem Hummelreich. Wussten Sie schon, dass...

  • Hummeln täglich dreimal mehr Blüten anfliegen als Honigbienen?
  • Es Pflanzen gibt, die ausschließlich von Hummeln bestäubt werden, wie Klee, Lupinen, Wicken, Erbsen und Bohnen?
  • Hummeln Dank ihrer pelzigen Behaarung auch an kalten und feuchten Frühlingstagen ausfliegen und somit schon manche Obsternte retteten?
  • Hummeln bevorzugt für die Bestäubung von Pflanzen in Gewächshäusern eingesetzt werden, da sie kaum fachliche Pflege brauchen, nicht schwärmen und auch mit nektararmen Pflanzen zurecht kommen?
  • Hummeln wie Honigbienen Staaten bilden, allerdings nur für einen Sommer? Es überwintern lediglich die Jungköniginnen, das Volk und die alte Königin sterben allmählich.
  • Hummeln gerne ihr Nest in Bauten von Kleinsäugetieren (Mauseloch) anlegen. Allerdings bauen sie auch oberirdische Nester in Vogelnistkästen, Scheunen und Dachböden.
  • Hummeln wegen des gravierenden Nistplatzmangels bedroht sind und unter Naturschutz stehen und nicht gefangen oder getötet werden dürfen?
  • Hummelnester nicht bekämpft werden dürfen? Für das Umsiedeln benötigt man eine Genehmigung.

Leider hat der Einsatz von Insektiziden und die Verbreitung von Monokulturen auch unter den Hummeln zu einem Artensterben geführt. Umso wichtiger ist es im eigenen Garten "Hummelblumen" zu pflanzen. Die bekanntesten sind Fingerhut, Beinwell, Flockenblume, Woll-Ziest, Taubnessel, Lavendel, Kugeldisteln, Glockenblumen, Stockrosen, Sommerflieder, Sonnenhut und viele mehr! Hummeln nehmen auch gerne menschengemachte Nistkästen an. Solche Kästen lassen sich recht einfach selbst basteln, man kann sie aber auch im Fachhandel kaufen.

Auf dem Frühjahr- oder Herbst- Floh- und Tauschmarkt für Pflanzen beraten wir Sie gerne persönlich (siehe auch Pflanzerlmarkt).