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Die Zahl der Reviere wächst

Seit  dem Jahr 2006 können wir laufend darüber berichten, wie der unter strengem Naturschutz stehende Biber -  wie in ganz Bayern -  auch im Landkreis Miesbach wieder heimisch wird. Wir beobachten unsere Flussläufe als potentielle Lebensräume des Bibers das ganze Jahr über und konnten auch im Jahr 2008 eine erfreuliche Entwicklung feststellen: Zwei neue Reviere. Insgesamt sind jetzt in unserem Landkreis vier Biberreviere nachweisbar:  eines an der Leitzach, zwei an der Mangfall und eines am Tegernsee. Am stärksten besetzt ist derzeit wohl das älteste Revier im Wasserschutzgebiet an der Mangfall, das  möglicherweise bis zu 6 Tiere umfasst, die auch ihren Lebensraum mit Staudämmen usw. intensiv gestalten.

Der Biberbeauftragte des Bundes Naturschutz in Bayern, Herr Gerhard Schwab,  steht uns laufend als Berater zur Verfügung; er sieht an den Gewässern des Landkreises Miesbach noch weiteres Ansiedlungspotential. Der Biber wird als nachtaktives Tier selten selbst beobachtet, da er aber zur Nahrungsbeschaffung - vor allem im Herbst und Winter - Gehölze braucht, verrät er das Revier sehr deutlich mit seinen Bissen an Büschen und Bäumen. Da die Biber- Lebensräume im Landkreis unmittelbar an  natürlichen Gewässern ohne intensive menschliche Nutzung  liegen, ist die Gefahr, dass Schäden entstehen könnten, äußerst gering. Soweit der Biber einmal auch an gewässernahen Nutzbäumen (z.B. Weiden für Palmkätzchen) nagt, ist gelegentlich wohl ein Schutz durch Drahtzaun o.ä. nötig; das war bisher aber auch schon alles.

Zur ständigen Beobachtung der Situation und Abhilfe, wenn wirklich einmal Probleme auftreten sollten, werden bei der unteren Naturschutzbehörde Landratsamt Miesbach zwei besonders ausgebildete „Biberberater“ bestellt. Für eine dieser ehrenamtlichen Stellen hat sich unser Mitglied Max Wolf aus Otterfing zur Verfügung gestellt. Herr Wolf hat schon an mehreren Fortbildungen des Bundes Naturschutz zum Biber teilgenommen.

Weder die Biberberater noch wir anderen ehrenamtlichen Naturschützer können immer überall in unserem Landkreis sein, deshalb sind wir sehr dankbar, wenn wir Beobachtungen von Biber-Bissen usw. gemeldet bekommen. Wer also im Landkreis etwas feststellt, was mit unserem „Freund Biber“ zu tun haben könnte, wird gebeten, dies uns mitzuteilen.

Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen oder anBiber-Führungen im Gelände haben, können Sie sich gerne direkt an Herrn Wolf oder an den stv. Vorsitzenden der Kreisgruppe wenden.

Werner Fees