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Editorial Umweltecho 2009

QUO VADIS Landkreis Miesbach?

Der Landkreis Miesbach will sich bis 2014 erneuern. Er will sich ein Leitbild geben – was übrigens schon vor über 10 Jahren einmal begonnen wurde. Dabei scheint er aber wenig Gedanken an das Kapital zu verschwenden, das die Natur ihm so verschwenderisch geschenkt hat. Unter den 5 strategischen Entwicklungsbereichen ist der Schutz von Natur und Umwelt nicht zu entdecken. Dies wäre ja durchaus in Ordnung, wenn der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen als Querschnittsaufgabe alle Bereiche durchziehen würde. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein.

Die Bewahrung des Naturraums taucht zwar in den Zielsetzungen durchaus auf, scheint aber eher eine Worthülse zu sein, wenn der Landkreis gleichzeitig zur „Premiumregion“ ausgebaut werden soll. Leistungsstärke und Attraktivität wird in erster Linie über Ausbaumaßnahmen definiert. Der Verkehr soll hauptsächlich entzerrt und gelenkt werden. Der Tourismus, vor allem der Wintertourismus soll noch stärker ausgebaut werden und die Wirtschaftsfreundlichkeit des Landkreises soll gesteigert werden.

Dass dies nicht reine Theorie ist, zeigen die aktuellen Aktivitäten bei der Aufrüstung der derzeitigen Skigebiete mit Schneekanonen, die ständige Ausdehnung nicht nur der Stadt Miesbach in den eigentlich als Landschaftsschutzgebiet geschützten Außenbereich hinein und die fehlenden Konzepte, den landkreisweiten öffentlichen Nahverkehr abseits der Bahnlinien zu verbessern.

Erst wenn das letzte Tal zerstört und der letzte Bergwinkel mit Wegen erschlossen ist, werden wir feststellen, dass auch Touristen die Stille der Natur genießen wollen und nicht jedem lärmenden Aktionismus hinterherlaufen wollen.

Manfred Burger
Kreisgruppenvorsitzender