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Klimaschutz / Klimakrise

Ein globales Thema: Ohne gesetzliche Regelungen - Länder- Europa- und Weltweit - wird es schwer, die Klimaziele des Pariser Klimaabkommens - verabschiedet 2016 - einzuhalten.

Zur Einführung in das Thema Links zu zwei Dokumentationen des WDR, in denen die Wissenschaftsjuornalistin Mai Thi Nguyen-Kim gemeinsam mit anderen in das Thema einführt:

1. Klimawandel - Was die Wissenschaft wirklich weiß (...und was nicht)
2. Klimawandel - Was wir tatsächlich tun können

Es lohnt sich, sich zweimal 50 Minuten zum anschauen Zeit zu lassen.

Der Weltklimarat läutet die Alarmglocken

Deutlicher kann es nicht werden: Die Klimakrise kommt nicht erst, wir stecken schon mittendrin!

Zur Erinnerung: Die Erderhitzung hängt mit dem durch Verbrennung von fossilem Kohlenstoff menschengemachten Anstieg des CO2- Gehaltes in der Atmosphäre zusammen. 
Durch den CO2-Ausstoß durch Verbrennung fossiler Brennstoffe - Kohle, Öl, Gas - und den daraus folgenden Anstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre kann die Hitze der Sonne schlechter ins Weltall zurück - es wird heißer.
Die Schlussfolgerung daraus ist, dass wir den den CO2-Ausstoß verringern müssen!

Umso wichtiger wird es sein, dass auch Kommunen nicht erst auf den Willen der "Mehrheit" oder auf politische Entscheidungen der Bundes- und Landesregierung warten, sondern selbst aktiv werden. Was wird Holzkirchen machen?
Mehr dazu gibt es hier ...


Auswirkungen bei uns

Aber auch wir alle in Holzkirchen sind gefordert: Jede und jeder Einzelne, Bürgermeister, Gemeinderat. Sowohl unser Handeln als auch jede Entscheidung unserer politischen Gremien haben einen Einfluss auf die globale Entwicklung. Wir wollen an dieser Stelle Tipps geben für uns alle, politische Entscheidungen mit ihrer Auswirkung auf das Klima kritisch begleiten und Kooperationen mit anderen Klimaschützer*innen eingehen.

Wie wir das Klima schützen und eine sozial gerechte Mobilitätswende umsetzen können, hat das "Bündnis sozialverträgliche Energiewende", zu dem auch der BUND gehört, in einer Broschüre zusammengestellt, die als pdf-Download heruntergeladen werden kann.

2022 - Das Austrocknen des Hackenseebachs

Auch bei unserem einzigen Fließgewässer, dem Hackenseebach, zeigen sich die Auswirkungen der Klimaerwärmung. Die ARD hat das Thema der Trockenheit unserer Gewässer mit Filmen, Dokumentationen und Aktionen aufgegriffen. Auf der Interaktiven Karte sieht man, welche Gewässer in unserem Bereich bereits gemeldet wurden - der Hackenseebach ist dabei.

Mehr zu den Auswirkungen der Klimakrise auf unseren Hackenseebach berichten wir auf unserer "Amphibienseite".

September 2026 - Hackensee

Die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Gewässer
- Ein emotionaler Kommentar

Der Hackensee verdurstet - so lautete eine Schlagzeile des Holzkirchner Merkurs vom 28.08.2026.

Wir können den Ärger und die Enttäuschung der Angler des Angelvereins Hartpenning gut verstehen. Viel Zeit, Arbeit und Geld haben sie - ebenso wie ihre Vorgänger, die Siemensfischer - in die Pflege des Sees und der darin lebenden Fische gesteckt. Jetzt steht in Frage, wie die dort lebenden Aale, Barsche, Hechte, Karpfen, Weißfische und Welse die Verkleinerung ihres Reviers und die Erwärmung des Wassers überstehen werden. Jetzt schon sind viele tote Teichmuscheln auf dem ausgetrockneten Seegrund zu entdecken.

 

Uns blutet ebenso das Herz, wie diese Entwicklung immer weiter vorangeht. Wir beobachten sie bereits seit 2013. Zwar war seitdem "nur" der Hackenseebach betroffen, aber Jahr für Jahr ließ sich feststellen, wie die Teiche zwischen Hackensee und der Staatsstraße 2073 (Straße nach Dietramszell) kleiner wurden, immer öfter austrockneten. Dort versickerte der Hackenseebach im Untergrund.

2022 startete der SWR die ARD-Mitmachaktion "Unser Wasser". Dort kann seitdem gemeldet werden, wo unser Wasser verschwindet. Wir meldeten den Hackenseebach. Schon länger fließt dort kein Wasser mehr bis zum ursprünglichen Ende. Von ganz kurzen Momenten nach Starkregen abgesehen, versickerte er immer näher in Richtung Hackensee. Das Bachbett wächst zu, viele Bachmuscheln und Wasserschnecken sind verendet, die Natur dort verändert sich rapide.

Weil unsere Amphibienhelferinnen und Helfer immer weiter laufen mussten, um die Amphibien nach der Dietramszeller Straße ins Wasser setzten zu können, viele Tümpel in der Laichzeit austrockneten und immer weniger Amphibien gerettet werden mussten, beendeten wir 2025 dort unser Engagement. Mehr dazu bei im Amphibienbericht 2025 auf unserer Homepage.

Ich schreibe dies so ausführlich, da ich damit zeigen will, dass uns ähnliche Gefühle gepackt haben wie die Angler, bei uns waren es Trauer und Ärger, das nichts gegen die steigenden Temperaturen gemacht wurde, obwohl genau diese Entwicklung seit ungefähr 40 Jahren vorausgesagt wurde. Jahrzehntelange Unterstützung der Amphibien konnte das Aussterben dort nicht verhindern. Uns unterscheidet jedoch die Vermutung über die Ursache. Wir sehen nicht den Biber sondern die Klimakrise als Hauptverursacher. Vielleicht trägt er ein klein wenig zum Wassermangel bei, schafft aber zugleich neue Biotope.

Sich aktiv dafür einzusetzen, dass der Temperaturanstieg gebremst wird, würde unseren Restgewässern mehr nutzen, als Biberburgen zu zerstören oder Biber zu "entnehmen".

Für unsere These spricht, dass wir mit dieser Entwicklung der austrocknenden Gewässer nicht alleine sind. Nahezu alle Flüsse führen weniger Wasser, versiegen. Die Karte der ARD-Mitmachaktion ist voller Meldungen. Auch die Pegel des Bodensees und des Starnbergers Sees haben wie so viele andere einen neuen Tiefstand erreicht. Der Holzkirchner Merkur berichtete darüber am 15.09.2026.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mit allen Betroffenen - denn wir und die Angler sind nicht die Einzigen - eine Allianz zusammenbekämen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzt.

Wer uns dabei unterstützen möchte oder auch anderer Meinung ist, kann über unsere Mailadresse gerne zu uns Kontakt aufnehmen.

Am meisten würden wir uns jedoch freuen, wenn wir im nächsten Jahr sehen würden, dass wir Unrecht hatten, das ausgetrocknete Gewässer nicht die neue Normalität sind und alle Gewässer vom Kirchsee bis zur Dietramszeller Straße wieder regelmäßig gefüllt sind.

Fred Langer

Der Ausfluss aus dem Kirchsee

Auch wird von einigen vermutet, dass 2008 der Ablauf durch „massive Baumstämme“ wieder erhöht worden sei und dadurch weniger Wasser in den Kirchsee- und Hackenseebach fließen würde.

Wir haben den Sachverhalt bisher anders dargestellt (s. auf unserer Amphibienseite), aber wir werden nochmals neu recherchieren und unseren Artikel dann ergänzen.

Im folgenden unsere (Zwischen-)Ergebnisse:

19.09.2026 - ein Erkundungsgang von der Kirchseestraße bis zum Beginn des Kirchseebachs

Vorgeschichte, soweit wir sie gehört haben (dieser Sachverhalt scheint umstritten zu sein):
Nach einer widerrechtlichen Absenkung des Kirchseeausflusses wurde 2002 durch Staumaßnahmen (die querliegenden Stämme in der Nähe der Kirchseestraße) unter Aufsicht der Regierung von Oberbayern der ursprüngliche Pegel des Kirchsees wiederhergestellt. Seither wurde die Stauhöhe nicht verändert.
Bereits beim Blick von der Brücke über den Bach sieht man, dass der oberste Stamm nicht vom Wasser überflutet wird, die Strömung fließt - vom Betrachter her gesehen - auf der linken Seite vorbei.

Schon hier fließt sehr wenig Wasser Richtung Hackensee.

Los geht's entlang des Bachs Richtung Kirchsee. 
Der Kirchseebach hat nur sehr wenig Strömung, wächst langsam zu.

Zwischen der Brücke und dem Kirchsee bringen zwei Zuflüsse weiteres Wasser vom Süden in den Kirchseebach: Zuerst der Reutberger Mühlbach, der aus dem Mühlweiher und dem Neuweiher, einem Moorsee, kommt. Etwas weiter westlich fließt der Kaltenbach hinzu, der aus dem Kirchseemoor kommt. Beide Bäche führten nur noch wenig Wasser.

Auffällig ist, dass die Kirchseefilzen fast bis zum Zufluss des Kaltenbachs sehr trocken sind. Teilweise sieht man den Beginn des Bewuchses durch Heidekraut, einem Trockenanzeiger.

Das Übergangsmoor in Seenähe war noch etwa 30-40 m vom nördlichen Ufer des Kirchseebachs leicht durchnässt. Am Uferbewuchs sieht man, das der Kirchseebach bereits in diesem Teilstück niedriger als sons fließt.

Der Kirchsee hat einen niedrigeren Wasserstand als normal, was man gut an der Uferböschung erkennen kann. Er wird vorrangig durch den Laubach gespeist, der - mit weiteren Zuflüssen aus dem Moor - aus dem Kirchseemoor kommt. Wegen des Betretungsverbots haben wir den Zufluss nicht erkundet.

Unser Fazit: Bereits aus dem Kirchsee kommt viel weniger Wasser als üblich, dadurch sinkt die Strömungsgeschwindigkeit. Wir gehen davon aus, dass zur Zeit der Kirchseebach wegen der langsamen Strömung bereits vor dem Hacken im Untergrund versickert.

Dem Verschwinden des Wassers wird durch die Untere Naturschutzbehörde weiter nachgegangen. Sobald wir mehr erfahren, werden wir die Informationen hier ergänzen.