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BVWP 2030 - 2021

22.04.2021 - Innerorts Tempo 30 auf Staatsstraßen

Schon lange fordern wir in Holzkirchen Tempo 30 auf den Holzkirchner Durchgangsstraßen, um den Verkehrslärm zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zuletzt wurde dies auf unserer Jahreshauptversammlung 2020 gefordert. Viele Beispiele aus Baden-Würtenberg zeigen, dass das möglich ist. Jetzt bekamen wir den Hinweis, dass dies auch in Bayern, ja sogar im Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bereits seit einem Jahr möglich ist, wie der Merkur am 26.01.2020 berichtete. Wenn dies in Wolfratshausen mit 8.000 Kfz umgesetzt wird, warum nicht bei uns?

21.04.2021 - Holzkirchens Bürgermeister Christoph Schmid zieht Bilanz
Heute konnten wir im Südost-Kurier das Resüme des BM zu einem Jahr im Amt lesen. Eine ausführlicheren Artikel gibt es auf der Homepage des Wochenanzeigers. Erfreut hat uns, dass es in Zukunft einen Mobilitätsbeauftragten in der Gemeinde geben soll, um die nachhaltige Mobilität vor Ort zu fördern. Außerdem solle der Ziel- und Quellverkehr intelligent gesteuert und möglichst auf den ÖPNV oder das Rad umgestellt werden. Irritiert hat uns allerdings seine Aussage, dass bei einer Studie deutlich geworden wäre, dass 50 Prozent des Verkehrs nicht aus Holzkirchen käme und auch nicht ursächlich nach Holzkirchen wolle. Das stimmt zwar für den Ortseingang, aber insgesamt ist der Verkehr zu etwa 80% hausgemacht, wie wir dem Integrierten Mobilitätskonzept  entnehmen können.

16.04.2021 - Bürgermeister Schmid: Variante drei nicht komplett gekillt

Der Holzkirchner Merkur berichtet über den Antrag der Grünen und fragt den BM nach seiner Meinung dazu. Wir scheinen immer noch da zu stehen, wo wir seit Jahrzehnten sind: Festhalten an einer rechtlich nicht durchsetzbaren Variante.
Einen Kommentar dazu gibt es hier ...

13.04.2020 - GRÜNE fordern Runden Tisch

Seitdem die Ergebnisse der faunistischen Risikoanalyse am 23. März präsentiert wurden, war nicht viel darüber zu hören, welche Schlüsse die Gemeinderatsmitglieder und der Bürgermeister aus dem Ergebnis ziehen und wie weiter vorgegangen werden soll. Nun bringen die Grünen Gemeinderäte Bewegung in die Sache und fordern einen Runden Tisch "unter Einbeziehung der Vertreter der Fraktionen und der förmlich organisierten Befürworter und Gegner einer Südumfahrung Holzkirchen", um "ein möglichst gemeinsam getragenes Vorgehen der Marktgemeinde zu erarbeiten". Den gesamten Antrag gibt es hier ...
Wir begrüßen diese Initiative und werden uns ggf. an diesem Runden Tisch beteiligen.

02.04.2021 - die Präsentation der Ergebnisse kann nachgeschaut werden

Die Gemeinde hat die Informations- und Diskussionsveranstaltung der Ergebnisse der faunistischen Risikoanalyse auf Youtube eingestellt.
Wir können noch so oft reinhören - uns bleibt es ein Rätsel, wo einige raushören, dass die Variante 3 noch möglich sei.

23.03.2021 - Präsentation der Ergebnisse der faunistischen Risikoanalyse
Die Präsentation brachte das Ergebnis, das wir erwartet hatten - siehe dazu auch das Interview im Holzkirchner Merkur vom 22. Januar 2021.
Das Fazit des Straßenbauamts Rosenheim ist eindeutig:

Trotz vieler Rückfragen der Befürworter von ortsfernen Trassen, die mit ihren Fragen alle technischen und gesetzlichen Alternativen ausleuchteten, die sie sich ganz im Süden des Gemeindegebiets oder noch weiter südlich erhofften, blieb es bei diesen Empfehlungen an die Gemeinde:

Alle Hintergrundinformationen zur Südumfahrung gibt es auf der Homepage des Staatlichen Bauamts Rosenheim.

Nun ist der Gemeinderat am Zug, um schnellstmöglich über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Für den Bürgermeister und die CSU-Gemeinderäte wird es nicht einfach. Im Wahlkampf haben sie versprochen, sich für die Variante 3 einzusetzen, da sie die einzig mögliche Variante sei. Trasse 4 und 5 kämen für sie nicht infrage.
Wir sind gespannt, ob die CSU weiter dieses "tote Pferd reiten"  und wie sich der Holzkirchner Gemeinderat entscheiden wird.

Deutlich wurde durch die Nachfragen jetzt nochmals, dass eine Variante Null (keine Umgehungsstraße) möglich ist, wenn sich die Gemeinde dafür ausspricht. Entscheiden muss das zwar letztendlich der Bund als Auftraggeber, es sei aber sehr wahrscheinlich, dass er das Votum der Gemeinde akzeptieren würde, so die Einschätzung des Staatlichen Bauamts Rosenheim.

17.03.2021 - Schlechte Noten beim Fahrradklimatest
Nachdem wir am 29.10.2020 darüber informiert haben, dass Bayern Schlusslicht bei umweltfreundlicher Mobilität ist, kam heute die nächste Watschn für die Landesregierung. Bayerns Radler stellen dem Freistaat eine schlechte Note aus. Der Holzkirchner Merkur berichtete in seiner Ausgabe vom 17.03.2021, dass Bayern beim aktuellen Fahrradklimatest nur die Note 4 erhalten habe. In Holzkirchen schneiden wir etwas besser ab, wir sind bei den Kommunen unter 20.000 Einwohnern mit einer Note von 3,69 auf Platz 142 von 418 Kommunen. Für eine Verkehrswende braucht es also keine neuen Bundesstraßen, sondern besseren öffentlichen Verkehr und bessere Bedingungen für Radler*innen.
Hier geht's zu unserem Kommentar zu diesem Thema.

10.02.2020 - Südtrasse
Die für gestern geplante Online-Präsentation der Ergebnisse der "Faunistischen Risikoanalyse" ist leider misslungen. Nun warten wir auf einen neuen Termin oder auf Informationen zum weiteren Vorgehen.

23.01.2020 - Der Flächenverbrauch des Straßenbaus
Die Sendung im BR-Fernsehen zum Flächenverbrauch und Humusaufbau zum einen und die wieder aufkommende Diskussion zur Südumfahrung Holzkirchen zum anderen haben ein Mitglied des Vorstands veranlasst,  eine einfache Rechnung anzustellen, um ein Gefühl für die Größenordnung einer Baumaßnahme "Südumfahrung Holzkirchen" zu bekommen:
Der aktuelle (2019) Flächenverbrauch in Bayern beträgt 10,8 ha/Tag. Das Ziel der „freiwilligen Beschränkung" liegt bei 5 ha/Tag.
Die Fläche Holzkirchens (48,24 km²) beträgt 0,068% der Fläche Bayerns (70.541,57 km²).  Würde sich Holzkirchen dieser freiwilligen Beschränkung von 5 ha/Tag in ganz Bayern unterwerfen, entfiele auf die Marktgemeinde gem. dem relativen Flächenanteil ein „zulässiger“ Verbrauch von 34,2 m²/Tag oder 1,25 ha/Jahr.
Die untersuchten Varianten 1 bis 5 der Südumfahrung liegen weitestgehend auf Holzkirchner Gemarkung. Lediglich maximal 400 m der Trasse verlaufen auf Warngauer Flur, das sind für Varianten V2 und V3 etwa 8 – 9% der Gesamtstrecke. Obwohl dieser Anteil vergleichsweise gering ist, müßte auch dieser Flächenverbrauch dem „Flächenverbrauchsbudget“ von Holzkirchen entnommen werden, da Warngau kein Interesse an dieser Trasse hat.
In der folgenden Tabelle sind die 5 derzeit diskutierten Varianten aufgelistet mit Länge der Baumaßnahme und Flächenbedarf gem. Berechnung des StBARo. In der letzten Spalte ist aufgeführt, wievielen „freiwillig beschränkten Jahresverbräuchen“ der jeweilige Flächenbedarf entspricht:

                   Länge / km......Flächenbedarf / ha (lt. StBA Ro)......Holzkirchner Budget für ... Jahre
Variante 1        6,10                                   21,5                                                          17,2
Variante 2        4,50                                   14,2                                                          11,4
Variante 3        5,15                                   17,5                                                          14,0
Variante 4        6,51                                   19,7                                                          15,8
Variante 5        2,98                                   12,0                                                            9,6

Im Klartext bedeutet dies, dass sich Holzkirchen – wenn man sich der freiwilligen Beschränkung des Flächenverbrauchs unterwirft – beim Bau der derzeit von einigen Gemeinderäten favorisierten Variante V3 für 14 Jahre jeglicher Baumaßnahme enthalten muß. D.h. von heute bis 2035 kein Neubaugebiet, kein neues oder erweitertes Gewerbegebiet, keine weitere neue oder verbreiterte Straße, kein neuer Radweg, kein neuer Spiel- oder Sportplatz, keine Schulerweiterung, kein neuer Kindergarten, keine neue Kita, ....

22.01.2021
Der Holzkirchner Merkur bringt ein Interview mit unserem 1. Vorsitzenden zu dem Ergebnis der Faunistischen Risikoanalyse..

18.01.2020
BR3 sendet einen sehenswerten Beitrag zum Flächenverbrauch, der in einer knappen halben Stunde Wesentliches in Kurzform zusammenträgt. Auch unser BN-Landesvorsitzender Richard Mergner wird interviewt - etwa ab Minute 22.

15.01.2021
Vor etwa einem halben Jahr haben wir es vermutet, jetzt kommt der nächste (Alb)Traum der CSU, der Holzkirchner Merkur berichtete heute darüber.
Die Begrenzung der Flächenversiegelung scheint wohl für Holzkirchen nicht zu gelten. Wenn alle so verfahren ... Ade Klimaschutz und Natur, Gute Nacht Heimat.

14.01.2021
Der Holzkirchner Merkur berichtet über die ersten Reaktionen.

Dazu der Kommentar des Vorsitzenden unserer Ortsgruppe:

"Auch ich habe gemischte Gefühle - und zwar beim Lesen dieses Artikels. Soll ich die CSU für ihre Standhaftigkeit bewundern oder den Kopf darüber schütteln, dass sie im Laufe der letzten 36 Jahre nichts dazugelernt hat?
Noch 1978 lehnte eine Gemeinderatsmehrheit eine Südtrasse ab. „Die Südvariante würde nicht nur wertvolles landwirtschaftliches Gelände zerstören, sondern auch das Erholungsgebiet um Thann“ (Oberbayerischer Gebirgsbote vom 18./19. Februar 1978), so die damalige Argumentation. 1984 jedoch forderte eine Gemeinderatsmehrheit (17:4) den Bau einer ortsfernen Südtangente, seither hält die CSU trotz mehrmaligen Scheiterns an dieser Idee fest. Nachdem sie erfolgreich dafür gekämpft hatte, die Südtrasse in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) zu kriegen, erfuhren wir (erwartungsgemäß) im Juli 2013, dass die geplante Trasse nicht genehmigungsfähig war. CSU und FWG legten weitere Trassenvorschläge vor, Das Staatliche Bauamt Rosenheim empfiehlt, von Trassenführungen, wie sie die Varianten 2 und 3 vorsehen, abzusehen, da sie nicht genehmigungsfähig seien. Und obwohl sich die Rahmenbedingungen verändert haben (notwenige Reduzierung des Flächenverbrauchs, Abbremsen des Klimawandels durch weniger Kfz-Verkehr, Corona-Erfahrungen) wieder die zündende Idee: Einfach die Variante 3 etwas anders führen und schon wird's klappen.
Wir können eigentlich nur froh sein. Es werden wieder Monate für einen neuen Vorschlag und Prüfungen vergehen, vielleicht stimmen wir sogar erneut über eine Trasse ab, die später als "nicht genehmigungsfähig" verworfen wird ... und dann fangen wir wieder von vorne an. Die Natur und alle Erholungssuchenden, Sportlerinnen und Sportler wird es freuen.
Fred Langer"

Viel Zeit für ortsinterne Verbesserungen wurde vertan, da eine Umgehung den Verkehr reduzieren würde und die Holzkirchner dann besser mit dem Auto zum Einkaufen könnten, so der damalige Bürgermeister Höss. Jetzt gibt es - langsam aber ja - kleine, ortsinterne Verbesserungen, aber der Traum nach der Lösung durch eine ortsferne Südumgehung besteht immer noch.
Innerorts brauchen wir stattdessen dringend große und keine kleinen Verbesserungen. Es müssen schnellstens Anreize geschaffen werden, dass Wege im Ort zu Fuß oder mit dem Rad mehr Spaß machen und schneller sind als  mit dem Auto.  Auch braucht es dringend den Ausbau des ÖPNVs mit guten Verbindungen in alle Ortsteile, einem regelmäßigen Takt und mit Fahrpreisen, die günstiger sind als Fahrten mit dem eigenen Auto. Die Finanzierung des ÖPNVs gehört als Daseinsfürsorge zu den Pflichtaufgaben des Staates. Dazu noch kontrolliertesTempo 30 auf allen Durchgangsstraßen, Ampeln, die bei Geschwindigkeitsüberschreitung auf rot schalten, lärmmindernde Fahrbahnbeläge, verbesserte Fuß- und Radwege, ...
Für weitere Ideen haben wir ein offenes Ohr, einfach eine Mail an holzkirchen@bund-naturschutz.de.
Wenn wir all das erreicht haben bzw. wenn das alles umgesetzt ist, ist eine Umgehungsstraße obsolet! Denn der größte Teil unseres Verkehrs ist hausgemacht. Der Verkehr sind wir.

13.01.2021
Das Staatliche Bauamt Rosenheim (StBARo) veröffentlicht die Ergebnisse der faunistischen Untersuchung. Es empfiehlt, von Trassenführungen, wie sie die Varianten 2 und 3 vorsehen, abzusehen:
https://www.stbaro.bayern.de/service/medien/meldungen/2021/am1/

Auch der Holzkirchner Merkur berichtet:
https://www.merkur.de/lokales/region-holzkirchen/suedspange-staatliches-bauamt-raet-von-trassen-zwei-und-drei-ab-90166304.html

Wir haben uns als BN mit vielen Verbündeten immer klar gegen jede Südumfahrung ausgesprochen. Wir freuen uns, dass sich unsere fachlichen Einschätzungen über die möglichen Trassenführungen einer Südumfahrung als richtig erwiesen haben. Weder die Waldtrasse 1, noch die Varianten 2 und 3 sind genehmigungsfähig. Das wurde nun durch das StBARo endgültig klargestellt.
Wir sind gespannt auf die Diskussionen im Gemeinderat. Die Position der CSU-Fraktion Holzkirchen kann hier  und die Position des Grünen Gemeinderats Robert Wiechmann hier nachgelesen werden.
Unsere Einschätzung dazu: Je länger die CSU-Fraktion an der Variante 3 festhält - die eine teilweise neue Trassenplanung erfordern würde - desto länger zögern sich Entscheidungen hinaus. Das kann uns nur Recht sein, da mit jedem weiteren Monat die Klimaerwärmung auch für die, die es bisher noch nicht wahrhaben wollen, den Unsinn weiterer Straßenbauten deutlicher machen wird.
Wir als BN werden weiterhin  keiner Trasse zustimmen. Ein weiterer Straßenbau und mehr Individualverkehr passen nicht zur Begrenzung des Klimawandels. Zusätzlich haben die Auswirkungen von Corona jetzt gezeigt, wie wichtig der Erhalt der bäuerlichen Kulturlandschaft und ortsnaher Erholungsgebiete ist.

Was geschah 2020?